Herbst

Die sich wandelnde Frau (42 bis 63 Jahre)

Häufige Anliegen:

  • Früherkennungsuntersuchung (auf Gebärmutterhalskrebs) (früher „Jahreskontrolle“, neu alle 3 Jahre)
  • Blutungsstörungen, Bauchschmerzen (siehe die reifende Frau)
  • Brustbeschwerden (Schmerzen, Knoten)
  • Wechseljahre

Die Wechseljahre äussern sich auf unterschiedliche Weise: Stimmungsschwankungen, veränderte Blutungen, Hitzewallungen, Schlafunterbrüche. Ungewöhnliche Herzbeschwerden und Gelenkschmerzen werden häufig nicht als Zeichen der Wechseljahre erkannt, während ein vollständiges Verschwinden der Libido meist andere Ursachen hat. Ein Drittel der Frauen hat kaum Beschwerden, ein weiteres Drittel mäßige und ein Drittel leidet schwer daran. Entscheidend ist Ihre individuelle Situation – lassen Sie uns diese gemeinsam anschauen.

In der anthroposophischen Sicht wird während des dritten 21-jährigen Zyklus der Blick stärker auf die geistige Reifung gelenkt. Das kann bedeuten: weniger Identifikation mit Rollen, mehr Überblick, mehr innerer Abstand und ein wachsendes Interesse an Sinn, Essenz und Wesentlichem.

Wichtige Fragen sind:

  • Was darf bleiben, was muss sich ändern?
  • Was ist mein Beitrag, den ich nur ich geben kann?
  • Was bleibt wesentlich, wenn vieles wegfällt?
  • Was macht es mit meiner Weiblichkeit, wenn ich keine Menstruation mehr habe?

Auf die Jahrsiebtel aufgeteilt heisst es in der anthroposophischen Biographiearbeit, dass man mit 42 Jahren Lust hat noch einmal etwas Neues zu beginnen, sich einer neuen Aufgabe zu widmen. Mit 49 führt man es fort, um mit 56 eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu suchen, der/dem man es schliesslich mit 63 Jahren übergibt.

Dieser anthroposophische Ansatz beschreibt Lebenserfahrungen, die viele Frauen in der Mitte ihres Lebens durchlaufen. Nach dem Energieschub, den manche zu Beginn der Vierziger verspüren – insbesondere wenn die Kinder selbstständiger werden –, zeigt sich rund um die Wechseljahre, dass wir ein verändertes Bedürfnis nach Ruhe und Erholung entwickeln. Diese Veränderungen geben uns die Gelegenheit, den eigenen Lebensweg neu zu betrachten, uns mit dem Platz, den man in der Welt gefunden hat, zu versöhnen und vielleicht darüber nachzudenken, welchen Platz man von nun an darin einnehmen möchte.

Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten.